
Das Lutherhaus in Lutherstadt Wittenberg soll energetisch saniert werden und eine neue Dauerausstellung erhalten. Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Rainer Robra, und der Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Dr. Stefan Rhein, haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Für die Sanierung und die Gestaltung der neuen Dauerausstellung erhält die Stiftung in den Jahren 2022 bis 2025 vonseiten des Landes 6 Mio. Euro. Die Bundesregierung beteiligt sich mit 6,3 Mio. Euro an der Sanierung, die Stiftung bringt 600.000 Euro Eigenmittel ein.
Zur Zeit laufen Ausschreibungen rund um die Bauvorbereitungen, so müssen etwa Projektsteuerer und Architekten gefunden werden. Mit einer Schließung des Lutherhauses ist somit voraussichtlich erst ab November 2023 zu rechnen, eine Wiedereröffnung mit neuer Dauerausstellung könnte im April 2025 erfolgen. Während der Schließzeit wird es eine Interimsausstellung im Augusteum geben, in der die Highlights des Lutherhauses zu sehen sein werden.
Die energetische Sanierung des Lutherhauses ist dringend erforderlich, um die Entlastung der Denkmalsubstanz sowie die energetischen Anpassungen angesichts des Klimawandels vor dem Hintergrund des Kulturgutschutzes zu realisieren. Die neue Dauerausstellung wird sich dem Leben des Reformators in Wittenberg und den Inhalten seiner reformatorischen Botschaft widmen, die eine bleibende Wirkung und Faszination bis in die Gegenwart entfalten. In die neue Ausstellung soll auch eine Mitmachausstellung mit digitalen Medien integriert werden.

