Sonderausstellungen

01. Oktober 2020 bis 31. Oktober 2022
Luthers Sterbehaus | Lutherstadt Eisleben

Raus mit der Sprache!

Die Sprache Martin Luthers hat die Welt bewegt: Seine und unsere heutige Sprache werden in unserer Mitmachausstellung „Raus mit der Sprache!“ in Eisleben erfahrbar – experimentell, interaktiv und spielerisch!

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24. Juni 2022 bis 09. Juli 2023
Augusteum | Lutherstadt Wittenberg

Tatort 1522 – Das Escapespiel zur Lutherbibel

Zum 500-jährigen Jubiläum von Luthers Bibelübersetzung präsentieren wir eine Mitmachausstellung im Escape-Raum-Format. Die Ausstellung ist für Schulklassen sowie für Familien und Erwachsenen-Gruppen geeignet.

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Luther und die Isolation

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Luther als Junker Jörg
30. März 2020
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt

Unsere Wissenschaftlerin, Dr. Tina Bode, hat sich ein paar aufmunternde Gedanken zur gegenwärtigen Lage gemacht. Und auch hier bestehen natürlich einige Parallelen zwischen der aktuellen #stayhome-Situation und Luthers damaliger Isolation.

 

Einsam daheim? Luther und die Isolation

Luther war … auch nur ein Mensch, und zwar ein sehr geselliger. Ähnlich wie wir heute, tat sich der Reformator im Jahr 1521 schwer damit, von heute auf morgen von der Außenwelt und seinen Freunden isoliert zu sein. Nach seinem Auftreten auf dem Reichstag zu Worms und der Weigerung, seinen Schriften zu widerrufen, hatte ihn Kurfürst Friedrich der Weise auf dem Rückweg nach Wittenberg entführen und auf der Wartburg verstecken lassen. Als Junker Jörg harrte er auf der Burg gut zehn Monate aus.

Er vermisste den Kontakt zu seinen Freunden und Weggefährten schmerzlich und meldete sich in Briefen an sie „von seiner Insel Patmos“, aus der „Wüstenei“, aus dem „Reich der Vögel“ oder aus der „Einöde“. Er fühle sich nutzlos, habe nichts zu tun, sitze den ganzen Tag nur faul herum, klagte er. Um zu wissen, was in der Welt vor sich ging, musste er auf Neuigkeiten warten. - Wie lange wir auf unsere Freunde und Sozialkontakte verzichten und die Nachrichten vorrangig am Bildschirm oder über die sozialen Medien verfolgen müssen, wissen wir derzeit nicht. Ähnlich wie Luther sind wir als Menschen aber in der Lage, die Herausforderung anzunehmen, uns zum Teil im Homeoffice einzurichten (Luther funktionierte sein kleines Zimmer auf der Wartburg in eine Studierstube um) und uns auf das Große und Ganze zu fokussieren: auf das Wohl aller Menschen.

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